Wie in meinem Blogbeitrag zur Dysbakterie bereits beschrieben, haben meine Pferde Toffy und Muffin mit langwierigen Folgen dieses Krankheitsbildes zu kämpfen. Gerade Toffy sah man den gestörten Stoffwechsel stark an. Erst mit einer Entgiftung und dem Wiederaufbau der Magen-Darm-Flora, konnten wir ihn wieder schlank, straff und energetisch bekommen. Im heutigen Blogbeitrag geht es um die einzelnen Präperate und ihre Wirkung und wie die Ponys wieder gesund werden konnten.
Der Ausgangszustand
Wo Shettyhengst Muffin aufgegast war und akut Bauchschmerzen hatte, zeigten sich bei meinem Norweger die Spätfolgen der Dysbakterie deutlich in einem total gestörten Stoffwechsel.
Vor allem in den Fellwechselzeiten, im Herbst und im Frühjahr, merkte man immer stark, dass sein Stoffwechsel nicht hinterher kam und sich die übriggebliebenen Giftstoffe von Cortisongabe, Wurmkuren, Impfungen, andere Medikamentenrückstände und Gifte der Dysbakterie bzw. aus Wasserverunreinigungen und minderwertigem Raufutter in den Fettdepots ablagerten.

Versucht man solche Pferde mit Diäten oder Sport schlank zu bekommen, wird man keine Fortschritte erzielen. So wenig Futter oder so viel Bewegung kann man einem Pferd gar nicht zukommen lassen und das eigentliche Problem im Pferd wird dadurch auch nicht behoben. Die Giftablagerungen können oft vom Körper alleine nicht mehr richtig ausgespült werden und verbleiben hartnäckig im Pferd. Dass das nicht gesund ist, kann man sich denken.
Diese Ablagerungen ähneln den Fettpolstern bei einer EMS Erkrankung, weshalb die Stoffwechselerkranungen oft nicht richtig erkannt werden. Im Fett an Hals, Schulter, auf dem Rippenbogen und auf der Kruppe lagert sich das Gift in klumpigen, harten Depots an und geht einfach nicht mehr weg. Beim Darüberfahren mit der Hand, merkt man Verhärtungen im Fett und kann das „Gift“ genau erspüren.
Vor allem Spezialrassen wie Tinker, Friesen, Norweger, Shettys, Isländer oder auch allerhand Kaltblüter haben oft Probleme mit Giftstoffen, die sie nicht mehr alleine aus ihrem Körper heraus bekommen. Schon eine Wurmkur oder eine Sedierung führt zu Giftstoffen im Pferd, die nicht von alleine ausgeschwemmt werden können.
Zusätzlich beziehungsweise deshalb, sind solche Rassen extrem anfällig für Stoffwechselerkrankungen wie Cushing, EMS oder Hufrehe.
Was tun, wenn ein Ungleichgewicht der Magen-Darm-Flora vorliegt?
Wie im Dysbakterie-Blog beschrieben, kann eine Dysbakterie extrem leicht ausgelöst werden. Im Gegensatz zu beispielsweise Kühen, ist die Fütterung von Pferden nicht ganz so einfach und schnell kommt es zu einem gefährlichen Ungleichgewicht in Magen und Darm des Pferdes. Die bösartigen Bakterien produzieren Giftstoffe, die natärlich irgendwo im Pferd verbleiben müssen.
Um den Magen-Darm-Trakt wieder auf Vordermann zu bringen, empfehle ich die Produkte von HBD Agrar. So „speziell“ die Dame hinter diesen Produkten auch sein mag, genau so gut sind die Produkte für Pferde. Die organischen Stoffe im Futter sind besonders leicht vom Organismus zu verwerten und aufzunehmen und kommen besser im Pferd an, als billigere und anorganische Mittel anderer Hersteller.

Hier lohnt es sich tief in den Geldbeutel zu fassen und anstatt das nächste Halfter zu kaufen, ist man gut beraten seinem Pferd hin und wieder auch mal prophylaktisch eine Kur von HBD zu gönnen.
Toffy und Muffin hat im aktuten Zustand extrem das HBD Agrar DigestoVit ohne Bierhefe als Darmkur geholfen. Das Pulver wird zum täglichen Mineralfutter dazu gegeben und wird gerne angenommen. Ein 2kg Eimer ist mit fast 60,00 Euro allerdings nicht gerade günstig und wenn man bedenkt, dass die zwei Ponys dieses Mittel über 4 Jahre bekommen haben, weiß man, wie kostspielig so eine Sanierung im Ernstfall ist. Das DigestoVit beinhaltet Stoffe, die den Aufbau von gutartigen Hefe- und Milchsäurebakterien fördert und das Milieu vorbereitet für die Ansiedlung der richtigen Darmbakterien. Keime werden gebunden und leichter ausgeschieden. Bei Magenproblemen im akuten Fall, kann bei HBD auf die Bierhefe freien Artikel ausgewichen werden. Bierhefe kann nämlich schnell zu viel sein und das Pferd zusätzlich aufgasen.

Zusätzlich hat Toffy das HBD Mytox bekommen. Dieses Mittel bindet Giftstoffe im Darm und die Gifte können leichter ausgeschieden werden. Hefen fördern den Aufbau der Darmflora. In Mytox ist Bentonit-Montmorillonit enthalten, was ein bekanntes Mittel zur Schadstoffbindung ist.
Wer Mytox füttern möchte, sollte einen Sack HBD Vitalo dazu holen, da nicht jedes Pferd den „Algengeruch“ mag und das Futter eher nicht so gerne angenommen wird. Vitalo ist ein hochwertiges Aufbaufutter, das auch für rehegefärdete Pferde geeignet ist. HBD Vitalo ist sehr schmackhaft und wird von jedem Pferd gerne gefressen. Man muss hier keine Angst haben dem Organismus in der Heilung zu viel zuzumuten und dem Pferd zu schaden. Dieses Zusatzfutter ist für alte, Rehe oder EMS erkrankte Pferde, für zu dicke oder zu dünne Tiere geeignet.
Als wir das HBD DigestoVit bereits einige Zeit gegeben haben, holten wir noch HBD DigestoPhlog dazu. Ich hatte das Gefühl, dass das Mittel bei den Pferden schnell wirkte und nochmal den Magen extrem beruhigte bzw. zur Heilung beitrug. DigestoPhlog hilft bei einem übersäuerten, entzündlichen, sensiblen Magen-Darm des Pferdes.
Nachdem wir 2 Jahre in Kombination mit DigestoVit, DigestoPhlog und Mytox vorbereitet hatten, hat Toffy super teure Lebendbakterien über mehrere Wochen hinweg, 2x täglich erhalten. Diese impften die nicht mehr vorhandene Darmflora an. Muffin benötigte diesen Therapieschritt nicht.
Als es den Pferden deutlich und sichtlich besser ging und der Magen keine Probleme mehr machte, stelle ich das Futter auf billigere und dennoch hochwertige Produkte um. Wir konnten weg von den „medizinischen“ Mitteln, hin zu einfach unterstützendem Futter. Die akute Krankheit war überstanden. Ab diesem Zeitpunkt waren die Pferde für mich zum ersten Mal seit Jahren medikamentenfrei!

Ich suchte lange nach Alternativen und fand den Futtermittelhersteller Gurbe. Wir haben die Peletts DUE EVO PROBIOTIC getestet und ich füttere diese nun seit ca einem ¾ Jahr. Sowohl Muffins Blähbauch im Wetterwechsel, als auch Toffys Stoffwechsel werden dadurch extrem stabilisiert und normalisiert. Die Peletts müssen nicht eingeweicht werden und machen erfahrungsgemäß nicht dick. Ich nutze sie auch gerne als gesundes Leckerli und kann sie bis zu einem recht akuten Stadium der Dysbakterie empfehlen. Im Extremfall habe ich sie noch nicht selbst getestet, könnte mir aber eine gute Wirkung vorstellen. Auch das Preisleistungsverhältnis ist hier sehr gut!
Manch ein Leser wird sich nun fragen, warum ich bis hier hin nicht auch mit Kräutern gearbeitet habe? Kräuter sind meiner Meinung nach etwas sehr tolles um den Körper zu unterstützen, aber ab einem gewissen Stadium einer Krankheit können sie den Organismus im Heilungsprozess überfordern. Deshalb lasse ich im Anfangsstadium der Therapie mit HBD Produkten, Kräuter erst einmal weg. Erst wenn der Körper auf einem stabilen Basispunkt angekommen ist, gebe ich Kräuter zur Unterstützung.
Bei Muffin habe ich am Anfang versucht Kräuter zu geben. Er gaste auf und bei Toffy wollte ich zu früh zu Kräutern zurück und auch er schwemmte erst mal stark auf und wurde richtig antriebslos. Es war einfach zu viel auf einmal.
Seit ca. 1½ Monaten bekommen die Ponys jetzt Leberkurkräuter zu den Gurbe Pelletts dazu. Es funktioniert sehr gut und keines der Pferde scheint überfordert zu sein. Die Leber- & Nieren Kur beziehe ich über Hotte Maxe. Es handelt sich um reine Kräuter, die ich gerne auch als aufgebrühten Sud dazugebe. Diese Kur gebe ich 2x im Jahr 2 Monate zur reinen Unterstützung der Entgiftungsorgane Nummer Eins.

Sollte bei Euren Pferden ein anderer Auslöser zu Grunde liegen, als eine Dysbakterie, bieten HBD und Gurbe jeweils ein breites Sortiment und kompetente Beratung für den jeweiligen Bereich. Sowohl die Lunge, als auch die Haut oder die Leber uvm. Sind Entgiftungsorgane und kommt es bei einer dieser Stellen zu Problemen, muss man immer auch den Stoffwechsel prüfen und unterstützen!
Was tun, damit der Stoffwechsel in Schwung kommt?
Liegt nun ein defekter Stoffwechsel vor, gibt es auf dem Markt viele Produkte, die helfen sollen.
Damit man weiß was das Richtige ist, muss man also herausfinden, was der Auslöser für die Stoffwechselprobleme ist.
Immer förderlich ist es dem Pferd bei der Entgiftung zu helfen und Unternehmen und Ärzte raten dazu jährlich 1x eine Entgiftungskur zu machen. Auch hier gibt es unterschiedliche Mittel, die wir uns gleich genau ansehen werden.
Welches Mittel zum Entgiften?
Chlorella spirulina sind Cyanobakterien, die 3,5 Milliarden Jahre alt sind und die Giftstoffe bindet und dem Körper helfen diese gebundenen Stoffe auszuscheiden. Es sind viele Proteine und Nährstoffe enthalten. Die Pflanze ist sehr verträglich und geschmacksneutral.
Bei Chlorella vulgaris handelt es sich um eine uralte Alge, die schon seit 2 Milliarden Jahren auf der Erde vorkommt. Das enthaltene Chlorophyll ist gut für die Leber und somit den Stoffwechsel. Die Chlorella vulgaris Alge hat besonders harte Zellwände und gelangt deshalb gut erhalten in den Pferdedarm. An den Zellwänden können sich Giftstoffe besonders gut anheftet und gebunden ausgeschieden werden. Auch Schwermetalle können von Chlorella vulgaris so gebunden werden.
Die Chlorella pyrenoidosa ist eine andere Chlorella-Algenart. Die Pyrenoidosa hat nochmal einen anderen Zellaufbau und bindet nochmal etwas besser und andere Giftstoffe. Sie ist aber nicht so gut verträglich wie Chlorella vulgaris und fordert den Organismus mehr. Man muss daher sehr vorsichtig entgiften.
Ich hatte mich mit den Algen sehr ausführlich befasst und überlegt, welches Mittel ich geben wollte. Da Toffy sowieso schon so gefordert war im Heilungsprozess, wollte ich nicht gleich Chlorella pyrenoidosa nutzen. Die Verträglichkeit ist hier nicht ganz so gut, auch wenn die Giftstoffe enorm gut abgebaut werden. Spirulina ist eher ein gutes Mittel um Nährstoffe und Proteine ins Pferd zu bringen, aber Giftstoffe werden weniger gebunden.
Also blieb nur Chlorella vulgaris. Das ist auch in der Humananwendung die am häufigsten genutzte Alge für eine Entgiftung. Gut verträglich mit guter Bindung der Giftstoffe.

HBD Agrar hat ein in Pulver verarbeitetes Chlorella im Sortiment. Die besondere Anmerkung, man möge erst eine Futterberatung vereinbaren und könne die optimale Tagesdosis nicht so wählen, schreckte mich aber ab und machte mich hellhörig. HBD arbeitet laut Beschreibung mit Chlorella pyrenoidosa. Ich entschied mich dann für das Chlorella für Pferde von Heidelberger Chlorella. Die Beratung war aufschlussreich und kostenlos und das Unternehmen arbeitet mit Chlorella vulgaris.
Zu viel der Alge kann man nicht zu sich nehmen aber es gibt natürlich trotzdem etwas zu beachten!
Wie entgiften?
Nachdem ich unser Produkt für meine Wünsche und Vorstellungen gefunden hatte und der Eimer Chlorella ankam, begann ich langsam mit dem Anfüttern.

Auch wenn diese Info nicht angegeben ist und man normal mit siesem Naturprodukt keine Überdosis zu sich nehmen kann, sollte man doch die Dosis vorsichtig einschleichen.
Ein zu schnelles Anfüttern kann im schlimmsten Fall zu einer Überforderung des Stoffwechsels beim Pferd führen. Hufrehe kann die Folge sein. Man soll laut Hersteller maximal 2x täglich 2 Esslöffel für ein Pferd geben. Ich habe innerhalb von 3 Wochen eine Dosis von 2 Esslöffeln am Tag eingeschlichen und bin mit der kleinen Dosis und ihrer Wirkung sehr zufrieden.
Toffy zeigt nach den ersten 3 Wochen schon starke Verbesserungen. Seine Polster sind viel besser geworden und auch beim Darübersteichen über die Ablagerungen, merkt man dass diese weicher wurden. Man merkt auch Toffy an, dass es ihm noch mal besser geht. Er ist sehr fit und hat viel Energie. Er arbeitet wieder gerne und hat wirklich mehr Power.

Ich bin sehr zufrieden, wie sich der Genesungsprozess derzeit entwickelt und habe zum ersten Mal seit Jahren ein wirklich fittes Pferd. Die Entgiftung mit Chlorella vulgaris kann ich jedem nur ans Herz legen und ich entgiften mich selbst zur Zeit auch mit Heidelberger Chlorella.

Hallo,
ein super wertvoller Beitrag. Wir stecken mit unserem Fjord im gleichen bzw. ähnlichem Dilemma. Wir haben noch Cushing seit 1 Jahr.
Wo hast Du die Lebendbaktetien gekauft?
Lg. Patricia