Ein Paddocktrail entsteht

Wie im letzten Blogbeitrag Stallbau schon berichtet, waren wir noch lange nicht mit der Gestaltung des Hofs fertig. Mir war von Beginn an ein Dorn im Auge, dass mir 36a Fläche zur Verfügung stehen, diese für die Pferde aber ungenutzt bleibt. Außerdem waren 102m² Paddockfläche als Übergang in kurzweiligen Schlechtwetterphasen ausreichend, aber mein Bedürfnis nach artgerechter Tierhaltung wollte noch mehr befriedigt werden!

Schon lange schwebte mir der Bau eines Paddocktrails vor. Alleine da mein Shettyhengst Muffin mit seiner Reheerkrankung kein Gras fressen soll, konnte ich meine Koppel nicht so nutzen wie normal üblich. Ich beschloss also aus einem Bereich der Wiese einen Rundlauf für die Pferde abzustecken.

Abstecken des Rundlaufs.

Zwei der drei Pferd vernichteten das „böse“ Gras in kürzester Zeit und die Gefahr, dass Muffin zu viel Gras abbekommen könnte, war gebannt. Zu meiner großen Freude nahmen die Pferde den kleinen Rundlauf gut an und liefen jetzt viel mehr. Die zur Verfügung stehende Fläche der Pferde hatte sich durch den Rundlauf fast verdoppelt und man merkte gerade bei Toffy, dass sein Rücken wegen der vermehrten Bewegung noch weniger spannig war.

Die Pferde waren die erste Nach auf dem Rundlauf und haben das Gras gänzlich vernichtet.

Den gesamten Sommer über war der Rundlauf offen. Selbst bei wenigen Regenstunden konnte ich die Pferde darauf lassen und sie genossen es sehr. Zum Spätsommer hin habe ich den Trail dann nochmals vergrößert. Die Ponys konnten nun bis zum großen Birnenbaum wandern und legten dort auch prompt ihre Chillout-Lounge fest. Selbst heute noch liegen sie nachts unter diesem Birnbaum, anstatt im Sand oder im Stall zu relaxen.

Der Birnenbaum

Da der Trail nach wie vor nicht groß ist und eher als Mini-Trail bezeichnet werden sollte, habe ich begonnen mit unterschiedlichen Elementen zu spielen. So legte ich ein paar Stämme zum drüber Klettern auf den Trail oder auch ein kleines Felsenmeer. Für die Zukunft sind noch Knabberecken und Hügel geplant.

Felsen, die die Rückenaktivität fördern und für Abwechslung sorgen.

Für das menschliche Auge und weil ich noch ein paar alte Holzzaunelemente herumliegen hatte, haben wir einen der zwei Verbindungsweg damit gerahmt. Jetzt wirkt der Trailweg wie eine kleine Brücke und rechts und links davon haben wir „Bienenwiese“ ausgesät, die in 2020 hoffentlich blühen wird.

Der alte Holzzaun ziert nun den Durchgang.

Am Ende des Trailrrundlaufes wurde zur Mitte des Jahres 2019 eine kleine Koppel abgesteckt. Die Ponys konnten hier stundenweise etwas Gras naschen. Langsam tasteten wir uns an ein gesundes Maß für die leichtfuttrigen/kranken Exemplare heran.

Die Pferde sind ganzjährig auf dem Rundlauf.

Die Koppel war bei der geringen Größe natürlich recht bald abgefressen und ich konnte den Bereich dann als Platz zum Arbeiten und laufen lassen der Pferde nutzen. Die Pferde können über den Trail auf den Reitplatz laufen und diesen als Paddock mitnutzen. Bei Bedarf konnte ich sie aus dem Platz direkt auf die Koppel lassen. Lediglich bei richtigem Sauwetter bleiben Koppel und Reitplatz natürlich zu. Der Trailrundlauf steht ihnen mittlerweile ganzjährig zur Verfügung.

Juni 2018 und Juli 2019

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