Dysbakterie – die Krankheit, die niemand kennt!

Die Vorgeschichte

2010 kaufte ich Toffy als 3,5 Jährigen vom Pferdehändler in Frankreich. Schon beim ersten Besichtigen fielen mir die tief eingefallenen oberen Flanken (links deutlicher als rechts) auf. Diese eingefallenen Flanken, die nicht seitlich unten, sondern wirklich seitlich oben eingefallen sind, gelten als starkes Zeichen für einen Leberschaden.

Tief eingefallene Flanken, ungesundes Fell -> Leberschaden

Auch sein Winterfell mit den langen Hungerhaaren zwischen dem normalen Winterfell, waren ein eindeutiges Zeichen für Stoffwechselprobleme. Die Leber ist ein wichtiger Teil des Stoffwechsels und entgiftet unseren Körper.

Hungerhaare, die bis in den August im Fell zu sehen waren. Ein Zeichen für Stoffwechselprobleme.

Über die Zeit hinweg und mit mehreren Infusionen vom Tierarzt, haben wir den Leberschaden in den Griff bekommen. Zum Glück ist die Leber auch ein recht regenerierungsfreudiges Organ.

Die eingefallenen Flanken füllten sich auf, das Fell und Hufwachstum wurden normal.

Ein paar Jahre vergingen so und es ging dem Norweger gut. Dann folgten leider ein paar sehr unschöne Einstellerfahrungen in regionalen Ställen. Im ersten dieser Ställe, stand Toffy direkt in einer Box neben einem großen Umspannturm.

Zunächst wollte ich es nicht wahr haben, aber die Wissenschaft bestätigt es seit vielen Jahren mehr und mehr. Der Elektrosmog von den Überlandleitungen wirkt sich schädlich auf das Immunsystem aus. Schwangere, Alte und Kranke sollen den Elektrosmog dringend meiden und Häuser dürfen in Deutschland nur mit einem Sicherheitsabstand von 150m zu solchen Türmen und Leitungen gebaut werden. Warum setzen wir unsere Tiere also so leichtfertig dem Elektrosomog aus?

Mitte 2015 – Einlagerungen bilden sich. Toffy hat einen Lungeninfekt und steht direkt unter Elektrosmog.

Toffy stand ja nun aber 3m unterhalb so eines Turms. 24/7 und das 365 Tage im Jahr.

Letztlich wurde er zum ersten Mal krank und ihm lief gelbgrüner Schleim aus Nase und Lunge. Die hohe Staub- und Schimmelbelastung in diesem Stall trugen nicht gerade zur Besserung bei.

Wir wechselten den Stall und Toffy stand nun fast 24h in einer Box mit nur 3h täglicher Paddocknutzung. Dafür gab es gutes Heu und saubere Verhältnisse. Psychisch litt Toffy hier dann aber sehr. Er hatte keinen Sozialkontakt, wurde vom Pferd nebenan beim Füttern sehr stark aggressiv angegangen und die Turnierpferde ließen nach dem Wochenende den Stress aneinander aus. Sozialkontakte allgemein gab es hier wenige.

Einzelhaft und kaum draußen. Toffy schwemmt etwas auf.

Wir wechselten sehr schnell doch wieder in eine Paddockbox und damit Toffy nie wieder alleine sein muss, zog kurz darauf Muffin ein. Die Ponys waren jeden Tag gemeinsam auf der Koppel. Sie wohnten zusammen in einer schönen Paddockbox, aber leider hielt das Glück nicht lange an.

2015 – Toffy geht es sichtlich besser, Muffin ist noch gesund.

Der Stall wurde leider verkauft und wir zogen wieder einmal um.

Es folgten mehrere Ställe in denen es zu wenig Futter, oder schlimmliges Heu gab. Mehrfach waren Wasserleitungen mit Acinetobacter oder E. Coli Bakterien verseucht. Das passiert in der Regel recht schnell bei Ställen, die aus Brunnen tränken.

Das Wasser in der Region ist verseucht. Notdürftig hilft man sich spontan mit Billigwasser aus dem Supermarkt.

Es gibt Gründe, warum in den USA regelmäßig im Stall das Wasser gechlort wird. Die Amerikaner wissen ob der Gefahr durch Fäkalkeime im Wasser und sind der Meinung, dass die Pferde lieber hin und wieder mal Chlor trinken, als dass der Magen-Darm-Trakt durch die Bakterien geschädigt wird.

Mein Shetty-Hengst ging als erstes in die Knie. Er bekam eine Gas-Kolik und gaste ab dann nur noch auf. Gastroguard wurde unser bester Freund und eine Gastritis stand als Diagnose im Raum. Letztlich bekam er Hufrehe.

Ende 2016 – Der Eine aufgebläht und der Andere aufgequollen. 😔

Wir wechselten wieder den Stall und kamen vom Regen in die Traufe. Die Ponys standen zwar nun an sauberen Wasserquellen, kamen aber nicht mehr viel raus und fraßen erneut schimmliges Heu.

Dazu kommt, dass wir hier die ganze Zeit von professionellen Einstellbetrieben reden. 25-50 Pferde sind eingestellt und es sind Teilverpflegungspreise von 380-500 Euro je nach Stall. Normal erwarte ich hier wenigstens eine ordentliche Mindestversorgung mit gutem Futter und Heu. Misten, rein und raus, Deckenservice oder auch ein Heunetzstopfservice kann optional überall hinzugebucht werden, aber sowas brauche ich wirklich nicht. Ich wollte einfach stets nur ein gutes Dach überm Kopf und gutes Futter und Wasser für die Pferde. Den Rest, mache ich sowieso selbst.

Mitte 2017 – Das Fell wurde stumpf und fiel bis in den Sommer nicht aus, weshalb die Pferde geschoren wurden.

Muffin ging endgültig in die Knie. Vom Gastroguard kam er gar nicht mehr runter und er sah aus wie eine hochtragende Stute. Immer mehr blähte sein Bauch sich auf, bis von den Flanken nichts mehr zu sehen war. Hinzu kamen unzählige kranke Pferde im Stall, die alle aus finanziellen Gründen nie richtig zu Ende behandelt wurden. Die Keimbelastung war gigantisch, die Ansteckung untereinander enorm und letztlich infizierte sich Toffy und bekam erneut Lungenprobleme mit grüngelbem Schleimausfluss.

Mittlerweile sieht Toffy richtig schlecht aus. Die Flanken fallen wieder ein, die Polster auf der Schulter, an der Flanke und an der Kruppe bauen sich immer mehr auf. Das Fell wird stumpf und die Rippen treten trotz optischer Zunahme hervor.

Erneut folgte ein Versuch einen guten Stall zu finden und wir zogen um. Dieses Mal hatten die Ponys eine riesige Laufbox für sich. Eine kleine Koppel und eine Heuraufe standen zur Verfügung.

Muffin kam dank 24/7 mit recht gutem Heu endlich vom Gastroguard weg. Sein Magen produzierte nicht mehr zu viel Magensäure und das stetige Fressen half dem Magen-Darm-System sich zu beruhigen.

Leider hatte sich Toffys Lunge im letzten Stall verschlechtert. Wir gaben im neuen Stall nach wie vor Cortison und versuchten das Röcheln, den Schleim und das Husten los zu werden.

Winter 2017/18 – Der pralle Bauch schliff bis fast auf dem Boden.

Die Heuqualität verschlechterte sich nach einem halben Jahr dramatisch und wie in den Ställen zuvor, bekam man mit Kündigung gedroht, falls man sich selbst Heu holen würde. Auch das Stroh schimmelte nun und die Pferde standen viel im Staub, da das Strohlager direkt neben sie gebaut wurde.

Bei Wasserproben stellte sich erneut heraus, dass eine Fäkalkeimbelastung vor lag und neben einem kugelrunden Shetty, hatte ich ein extrem aufgedunsenes und aufgequollenes Fjordpferd im Stall stehen.

Als wir einen eigenen Stall fanden und bauten, war ich richtig erleichtert. Leider ließ der Stallbetreiber im Einstellverhältnis seine Wut über die Kündigung an den Pferde aus und begann sie 1 Monat lang unregelmäßig bis tagelang gar nicht zu füttern. (Nachtrag: 2 Jahre nach Auszug aus diesem Stall, im Jahr 2020, haben wir das Gerichtsverfahren für uns entscheiden können. Der Stallbetreiber hat seine Sorgfaltspflicht verletzt und bekam kein Recht!)

Mitte 2018 – Toffy wirkt aufgedunsen und schwammig, Muffin stellt die Beine hinten heraus, weil ihm der pralle Bauch so sehr weh tut.
(1 Monat vor dem Umzug in den eigenen Stall)

Muffin ging es sichtlich schlechter durch die riesigen Fresspausen und letztlich zogen die Pferde einen Monat früher als geplant um.

Im eigenen Stall bekamen die Pferde dann endlich sauberes Wasser. Selbstreinigende, nagelneue Leitungen und bei Bedarf eine Filteranlage, sorgen für gute Wasserqualität.

Die Heuqualität war überragend und die ersten 6 Monate fand man Muffin nur an der Heuraufe. Er fraß und fraß und fraß. Dabei blähte sein Bauch sichtbar ab und mein Pony hatte zum ersten Mal seit 4 Jahren Flanken. Auch Toffys angestaute Lympfflüssigkeit an Hals, Kruppe und Flanken wurden besser.

Was hatten die Pferde aber?

Durch die stetige Vergiftung durch Schimmel und Fäkalkeime, durch die Staubbelastung und die Belastung durch Infektionskeime in den Pferdeeinstellindustrien, hatte der Magen-Darm-Trakt der Pferde enorm gelitten. Schon früh bekamen wir von unserm Tierarzt die Diagnose „Dysbakterie“ bei beiden Pferden, doch die schlechten Einstellbedingungen ließen nur zu, dass ich mit Medikamenten den Verlauf ausbremste. An Heilung war nicht zu denken!

Was ist eine Dysbakterie?

In Magen und Darm befinden sich gutartige, sowie bösartige Bakterien. Diese befinden sich in einem Gleichgewicht und sorgen dafür, dass alles gut funktioniert. Bei einer Dysbakterie passiert es, dass durch unterschiedliche Faktoren das natürlich Bakteriengleichgewicht gestört wird. Es sterben zu viele gutartige Bakterien ab und es wachsen zu viele bösartige.

Die gutartigen Hefebakterien z.B. sind nicht mehr vorhanden und arbeiten nicht mehr im System und die bösartigen beispielsweise Fäkalkeime oder Schimmelsporen wachsen mengenmäßig munter an und geben Giftstoffe ab.

Diese Giftstoffe reizen das Magen-Darm-System und sorgen für diverse Symptome.

Die Dysbakterie bei Muffin.

Bei Muffin zeigte sich die Dysbakterie im Magen. Er blähte wegen der entstehenden Giftgase auf und im schlimmsten Fall wäre er wirklich aufgeplatzt. Er hatte mehrfach Gas-Koliken, Gastritis und immer Bauchschmerzen. Teilweise griffen die Giftstoffe so den Organismus an, dass der Stoffwechsel hinüber war und er stand im August bei 30 Grad noch mit Winterfell da.

Ständig sagte man mir, er sei zu fett und muss weniger essen, aber das wäre fatal gewesen. Die Magensäure wäre angestiegen und hätte zusätzlich den ohnehin kaputten Magen-Darm-Trakt geschädigt. Teilweise hustet der Zwerg auch und die Lunge wurde ebenfalls auffälliger als Symptom.

Die Giftstoffe lagerten sich 2016 im Huf ab und er bekam auf beiden Vorderfüßen Hufrehe. Zum Glück hatten wir diese danach aber gut im Griff, indem er nicht mehr aufs Gras durfte. Hin und wieder versuchten wir es, aber er gaste immer sofort auf wie ein Luftballon und das schon innerhalb von 5 Minuten.

Als nächstes hätten die Giftstoffe im Magen begonnen die Magen- und Darmwände durchlässig zu machen und die Gifte wären in seinen Blutkreislauf geraten. Das wäre in einer Sepsis bzw. Blutvergiftung geendet und er wäre daran sicher verstorben.

Muffins Veränderung im eigenen Stall.

Die Dysbakterie bei Toffy.

Bei Toffy zeigten sich die Symptome der Dysbakterie anders. Durch den frühen Leberschaden (ausgelöst durch eine enorme Verwurmung bis er 3,5 jährig zu mir kam) war sein Stoffwechsel extrem angeschlagen. Die Dysbakterie verlangsamte den Stoffwechsel. Seine Leber und Niere versuchten die Giftstoffe der Bakterien auszuschwemmen und überlasteten dabei. Der ganze Organismus bekam den Stoffwechsel nicht mehr hin.

Giftstoffe lagerten sich in Wassereinlagerungen an. Es sah aus, als ob er richtig fett war. Überall ragten ähnlich wie bei den typischen EMS-Polstern solche aufgequollenen Ablagerungen hervor. Vor allem kurz hinter der Schulter und am Po lagerte Toffy die Giftstoffe ein.

Wer ein Pferd mit angelaufenen Beinen hat, weiß wie sich die Polster anfühlen.

Auch Toffys Schlauchtasche schwoll an und wurde ganz wabbelig. Sein Fell wurde stumpf, sein Langhaar wuchs kaum noch und im Fellwechsel quoll er immer besonders auf.

Hinzu kamen Lungenprobleme. Trotz Cortison und Antibiotikum wurde der Schleim nicht weniger. Wir inhalieren und gaben Pulver und versuchten den Prozess irgendwie zu stabilisieren. Heilen konnte man ihn nicht in einem Stall, in dem der Auslöser nicht zu eliminieren war.

Was noch erwähnt werden sollte ist, dass Toffy schon immer ein sehr verfrorenes Pferd war. Er trägt zusätzlich zum Pelz im Winter zwischen 200 und 350g Decken, während Muffin ohne Decke aus kommt oder mein hoch im Blut stehendes Reitpony z.B. den ganzen Winter in 50g verbracht hat. Auch daran ist der zerstörte Stoffwechsel schuld.

Was war aber passiert?

Letztlich hatten sich die Keime aus dem unsauberen Wasser im Magen-Darm-Trakt breit gemacht. Medikamente die wir geben mussten, weil die Pferde sich mehrfach an Keimpools in den Ställen infiziert hatten, knüppelten die gutartigen Bakterien noch mehr nieder. Der Schimmel und der Staub gaben dem Magen und der Lunge den Rest.

Obwohl die Pferde unterschiedliche Symptomatiken zeigten, litten sie an der gleichen Krankheit.

Was tun, um den Pferden zu helfen?

Im eigenen Stall wurden zunächst die Auslöser eliminiert. Das heißt es gab keinen Schimmel mehr und keine Fäkalkeime. Kotproben, PH-Wertmessung des Pferdekots und diverse präbiotische Mittel und Probiotika sanierten die Pferdedärme und Mägen.

Toffy bekam Lebendbakterien und Futtermischungen von HBD Agrar unterstützend für den Magen-Darm-Trakt. Vitalo, Digesto Vit, Digesto Phlog, Mytox was haben wir nicht alles in die Ponys gestopft, damit der Magen besser wurde.

Digesto Vit und Phlog ohne Bierhefe haben mit ihrer Mixtur den Magen unterstützt bei der Bildung neuer guter Bakterien.

Mytox band die Giftstoffe und half diese besser abzuleiten.

Vitalo ohne Bierhefe als organisches Mineralfutter, unterstütze den Organismus und den Aufbau des Immunsystems sowie Stoffwechsels.

Die Pferde werden gesund.

Muffin gaste sehr schnell ab. Er sah nicht mehr aus wie eine tragende Stute und die Bauchschmerzen verschwanden. Er rannte und spielte wieder und auch Gras vertrug er plötzlich wieder problemfrei.

Toffys stumpfes und zotteliges Sommerfell wurde weich und glatt. Er begann Sommer wie Winter zu glänzen und Muffin und er bekamen wieder pünktlich Sommer- und Winterfell.

Weiße Stipsel kommen aus der Nase. Das sind Reste der Lungenkrankheit.

Toffys Lunge verbesserte sich. Er atmete wieder ohne zu röcheln und die ersten 4 Monate floss teilweise der weiße „Rotz“ nur so aus der Nase. Die ganzen Ablagerungen in der Lunge lösten sich und kamen heraus.

Zum Herbst hin kam er gut in den Winter hinein. Sein Stoffwechsel war gut. Jetzt im Frühjahr 2020 und mit dem rapiden Temperaturanstieg kam er nicht ganz so gut klar. Er ist gerade wieder ein kleiner „Schwabbelmops“ und wir geben fleißig Digesto Vit und Mytox.

Ende Januar 2020 – Toffys Stoffwechsel ist etwas mit dem warmen Wetter überfordert und kleine Polster bilden sich.

Wie lange dauert die Heilung ?

Das Schwierige an einer Dysbakterie ist, dass sie sehr schleichend und unentdeckt entsteht, hunderte von möglichen und individuelle Folgesymptome auslöst, ohne selbst erkannt zu werden und dass sie ewig braucht, um auszuheilen.

Der Stoffwechsel ist stark geschädigt und muss in Gang kommen. Zusätzlich ist der ganze Organismus angegriffen und die Giftstoffe halten sich ewig.

Es wird noch viele Jahre dauern, bis gerade Toffy wieder ganz gesund ist. Er hat die Ställe bei uns leider viel länger ertragen müssen, als Muffin und ist noch um einiges mehr geschädigt worden, als der kleine Mann.

Momentan versuchen wir die aufgequollenen Wasserpolster wieder los zu werden und unterstützen ihn so gut es geht. Leider kann der Körper sich hier nur sehr langsam heilen.

Ende Februar 2020 – Nur noch leichte Polster sind zu erahnen. Die Fellwechselzeit fordert den Stoffwechsel stets besonders und es kann zu Rückschlägen kommen. Sein Fell ist glatt, seidig und gesund und er bekommt Apfelflecken. Diese Flecken sind im Volksmund ein Zeichen für ein gesundes und gut mit Mineralstoffen etc. versorgtes Pferd.

Stand 2021

Wieder ist Zeit vergangen und einiges hat sich verändert, weshalb es Zeit für einen Nachtrag gibt.

Toffys Zustand konnte weiter verbessert werden. Er macht mittlerweile zum 3x eine 6 Monatige Entgiftungskur mit Heidelberger Chlorella das aus der Chlorella vulgaris Alge besteht. Das Pulver bindet Giftstoffe und der Körper kann diese dann leichter ausschwemm. Nach wie vor halten sich ein paar Fettpolster hartnäckig, jedoch ist er leistungsbereiter und agiler geworden und mit einem ausgeklügelten Sportprogramm sagen wir dem Speck den Kampf an. Hinz

Hinzu kommt, dass Toffy regelmäßig Nutraxin Riegel zur Diätbegleitung erhält. Diese speziell für die EMS Diät entwickelten Riegel beinhalten Insulin, welches seinen angegriffenen Organismus bei der Insulinresistenz unterstützt.

Immer noch etwas unförmig an manchen Stellen, aber um Welten besser, als 2018.

Auch Muffin konnte sich nochmals steigern. Ihm merkt man die Erkrankung überhaupt nicht mehr an. Er ist schlanker als unser zweites Shetty, das kerngesund ist. Muffin ist topfit und läuft regelmäßig an der Kutsche ein- und zweispännig. Er kann portioniert auf die Weide, frisst Möhren, Leckerli und 24/7 Heu.

Es ist traurig, wie viele Pferde an einer Dysbakterie erkrankt sind.

Da meine Tierärztin in der Thematik echt richtig fit ist und meine Pferde wohl nur noch wegen ihr leben, bin ich über die Dysbakterie sehr gut aufgeklärt worden.

Ich bin sensibilisiert für die Symptome und die auslösenden Umweltfaktoren. Es ist erschreckend, wie viele Pferde von Mentee wohl auch an einer Dysbakterie leiden.

Stute Nicki leidet ebenfalls an einer Dysbakterie. Sie gast auf und setzt Einlagerungspolster an.

Leider ist die Diagnosestellung schon nicht ganz einfach. Nur wenige Tierärzt kennen das Krankheitsbild, obwohl es die Dysbakterie z.B. auch beim Menschen gibt. Hier entsteht sie oft durch die Antibiotikumeinnahme ohne Magenschutz. Dann gehen auch beim Menschen mal gerne die gutartigen Bakterie kaputt und der Magen muss saniert werden.

Ist eine Diagnose gestellt, muss man auch noch die richtige Behandlung und die richtigen Präparate finden. Diese sind enorm teuer und die Behandlung ist furchtbar langwierig, was das Ganze nicht günstiger werden lässt.

Die Geduld der Besitzer wird strapaziert und Rückschläge sind leider an der Tagesordnung. Alleine ein Wetterwechsel überfordert den Pferdestoffwechsel und sah das Pferd gestern noch gut aus, kann es einige Stunden später schon wieder ein schwabbiliger und unförmiger Pudding sein.

Es ist traurig, dass zusätzlich so wenig Besitzer die Krankheit kennen und erkennen. Gerade Spezialrassen wie Norweger, Tinker, Isländer oder Shettys und Kaltblüter erkranken besonders schnell an dieser Krankheit.

Oft werden die Pferde als „fett“ abgestempelt oder als EMS gefährdeter Kandidat (was irgendwo sogar stimmt, da die Dysbakterie das auslösen kann), und werden radikalst auf Diät gesetzt, was aus oben beschriebenen Gründen aber fatal ist.

Damit zukünftig der Ein oder Andere vielleicht doch an eine Dysbakterie denkt, schreibe ich diesen Erfahrungsbericht und hoffe wenigstens ein paar Pferden damit helfen zu können.

Drückt uns die Daumen! Wir haben diese Odyssee hoffentlich bald hinter uns!

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